Orson Hyde, Ein Ruf aus der Wüste, 1842, extract

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Nachdem er sich zu seiner eigenen Genugthuung hinlänglich überzeugt hatte, daß Finsterniß die Erde bedeckte, und grosse Dunkelheit die Völker, da verließ ihn die Hoffnung, je eine Sekte oder Partei zu finden, die im Besitze der reinen Wahrheit wäre.
In Folge dessen machte er sich denn selber glaubensvoll an die Untersuchung des Wortes Gottes, als die beste Art und Weise zur Erkenntniß der Wahrheit zu gelangen. In dieser lobenswürdigen Beschäftigung hatte er noch nicht lange fortgefahren, als seine Augen auf folgende Stelle des heiligen Jakobus fielen:
“Wenn Jemand von euch der Weisheit bedarf, so laßt sie ihn von Gott begehren, der da allen Menschen freigebig gibt und nichts vorwirft, und es soll ihm gegeben werden.” —
Diese Stelle betrachtete er als eine Vollmacht zu einem feierlichen Aufrufe an seinen Erschaffer, um vor Ihm seine Bedürfnisse ausbreiten zu dürfen, mit sicherer Hoffnung zum gewissen Erfolge. Und so fing er denn an, die heißen Wünsche seiner Seele mit glaubensvoller Entschlossenheit zum Herrn hinauf zu senden. Bei einer gewissen Gelegenheit begab er sich in ein kleines Wäldchen nahe an seines Vaters Wohnung, und knieete nieder zum feierlichen Gebete vor Gott. Da machte der Widersacher verschiedene mächtige Versuche, den Eifer seines Gemüthes zu erkalten. Er umnachtete seinen Verstand mit Zweifeln, [p. 15]
Nachdem er sich zu seiner eigenen Genugthuung hinlänglich überzeugt hatte, daß Finsterniß die Erde bedeckte, und grosse Dunkelheit die Völker, da verließ ihn die Hoffnung, je eine Sekte oder Partei zu finden, die im Besitze der reinen Wahrheit wäre.
In Folge dessen machte er sich denn selber glaubensvoll an die Untersuchung des Wortes Gottes, als die beste Art und Weise zur Erkenntniß der Wahrheit zu gelangen. In dieser lobenswürdigen Beschäftigung hatte er noch nicht lange fortgefahren, als seine Augen auf folgende Stelle des heiligen Jakobus fielen:
“Wenn Jemand von euch der Weisheit bedarf, so laßt sie ihn von Gott begehren, der da allen Menschen freigebig gibt und nichts vorwirft, und es soll ihm gegeben werden.” —
Diese Stelle betrachtete er als eine Vollmacht zu einem feierlichen Aufrufe an seinen Erschaffer, um vor Ihm seine Bedürfnisse ausbreiten zu dürfen, mit sicherer Hoffnung zum gewissen Erfolge. Und so fing er denn an, die heißen Wünsche seiner Seele mit glaubensvoller Entschlossenheit zum Herrn hinauf zu senden. Bei einer gewissen Gelegenheit begab er sich in ein kleines Wäldchen nahe an seines Vaters Wohnung, und knieete nieder zum feierlichen Gebete vor Gott. Da machte der Widersacher verschiedene mächtige Versuche, den Eifer seines Gemüthes zu erkalten. Er umnachtete seinen Verstand mit Zweifeln, [p. 15]
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